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Intime Inhalte ohne Zustimmung veröffentlicht: So handelst du Schritt für Schritt

8. August 2026 · 6 Min.

Aktualisiert am 2. September 2026

Die Veröffentlichung intimer Inhalte ohne Zustimmung ist eine schwerwiegende Verletzung deiner Privatsphäre. Es gibt Wege zur dringenden Entfernung – und du solltest schnell handeln.

Was du sofort nach der Entdeckung tun solltest

  • Antworte nicht und teile nichts weiter: Jede Interaktion vergrößert die Reichweite.
  • Sichere Beweise: URLs, Screenshots, Daten, wer dich informiert hat.
  • Blockiere die verantwortliche Person, wenn es eine bekannte Person ist.
  • Handle noch am selben Tag: Jede Stunde zählt, um die Verbreitung einzugrenzen.

Die dringenden Meldewege

In Deutschland ist die Verbreitung intimer Aufnahmen ohne Einwilligung eine Straftat (§ 184k StGB). In mehreren Bundesländern gibt es spezielle Meldestellen für nicht einvernehmlich verbreitete intime Bilder; zusätzlich kannst du dich bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde (z. B. der BfDI) beschweren und dich auf die DSGVO berufen. Die Verfahren sind kostenlos und erfordern keinen Anwalt: Du beschreibst den Inhalt, gibst die URLs an – und die Stellen veranlassen die Prüfung. In Portugal ist die CNPD die zuständige Behörde, neben den strafrechtlichen Wegen.

Der Strafrechtsweg

Das unbefugte Verbreiten intimer Aufnahmen ist in Deutschland nach § 184k StGB strafbar und in Portugal nach dem Strafgesetzbuch. Wenn du weißt oder vermutest, wer es veröffentlicht hat, kannst du Strafanzeige erstatten. Ein laufendes Strafverfahren stärkt zudem die Entfernungsanträge bei Plattformen und Suchmaschinen.

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Entfernung auf Plattformen und Entindexierung

Die Plattformen (soziale Netzwerke, Foren, Erwachsenenseiten) haben Meldeverfahren für nicht einvernehmlich geteilte intime Inhalte; viele setzen eine dringende Entfernung um. Parallel beantrage die Entindexierung bei Google und Bing, damit der Inhalt bei der Suche nach deinem Namen nicht erscheint, und überwache ein erneutes Auftauchen.

Unterstützung

Solche Situationen lösen Angst und Scham aus, aber es ist nicht deine Schuld. Du kannst dich an spezialisierte Hilfsorganisationen wenden und, wenn nötig, psychologische Unterstützung suchen. Wir behandeln diese Fälle mit größter Sensibilität und Vertraulichkeit.

Häufige Fragen

Sind die Meldewege für die dringende Entfernung kostenlos?
Ja, die Beschwerde bei den Aufsichtsbehörden und die Meldung bei den Plattformen sind kostenlos und ohne Anwalt möglich.
Kann ich auch die Entfernung von Kopien verlangen?
Ja: Die Meldungen und Anträge bei den Plattformen umfassen den Originalinhalt und seine Vervielfältigungen. Anschließendes Monitoring hilft, erneutes Auftauchen zu erkennen.
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